Teneriffa – der Rest und ein Résümé

Candelaria

Auf der Südseite der Insel ist es anders: Da scheint die Sonne (ziemlich) garantiert. Da ist aber auch das Umfeld etwas trostlos und versteppt, weswegen die Bausünden der Neuzeit gnadenlos herausragen. Doch man will auch hier blühende Landschaften und ist daran, das Gebiet weiter zu entwickeln. Punktuell erscheint es richtig gediegen.
Wir fuhren über die Autobahn zum altehrwürdigen Pilgerort Candelaria. Das ist auf der Landkarte ein Umweg, aber wohl trotzdem die schnellste Verbindung. Von Candelaria sahen wir allerdings nur den Stadtteil um die Basilika. Viele Einheimische flanierten hier ganz leger zum Pfingstsonntag, oder kühlten sich im Atlantik ab. Die Brandung ist imposant – trotzdem baut man bis an den Meeresrand.
Candelaria ist auch berühmt für die neun Guanchenhäuptlings-Statuen, die an die Ureinwohner Teneriffas erinnern. Denen wurde einst in Kolonialmanier der rechte Glaube beigebracht. Die direkte Nachbarschaft der Figurenreihe zur Basilika empfinde ich deshalb etwas unpassend. Der Ort war allerdings einst auch für die Guanchen wichtig. Also warum nicht … Was bleibt, ist am Ende Architektur mit Bedeutung.
Auf der Heimfahrt fuhren wir durchs Gebirge und hatten phantastische Ausblicke.

Santa Cruz

Zur Inselhauptstadt fuhren wir mit dem Bus. Es gibt eine Direktverbindung von Puerto de la Cruz. Bequemer und preiswerter geht es nicht. Die Endhaltestelle ist der riesige Busbahnhof gleich neben dem Auditorium, dem auffälligen Bauwerk, das an Sydneys Oper erinnert.
Das Auditorium war unser erstes Pflichtziel. Man hat es anscheinend an die letzte freie Stelle am Meer gebaut, zwischen Hafen und alte Festung. Nachbarschaft mit hohem Kontrast.
Der Weg in Richtung Zentrum / Altstadt entlang des Hafengeländes war trotz perfektem Ausbau nicht sehr erquicklich. Auch wollte uns die gesamte Stadt nicht so gefallen, wie erhofft. Santa Cruz ist dafür wohl einfach eine zu große Stadt – mit durchaus schönen Plätzen, aber irgendwie nicht so richtig für Touristen wie uns.

Jardin Botanico

An dem Botanische Garten von Puerto de la Cruz sind wir während unseres Urlaubs mehrfach vorbeigelaufen, denn unser Hotel war gleich um die Ecke. Wir nahmen uns vor, dieses Ziel bei schlechtem Wetter, oder am letzten Tag anzusteuern. Schlechtes Wetter gab es nicht …
Dieser Garten hat eine große Geschichte. Er wurde auf Anordnung des spanischen Königs um 1790 zum Akklimatisieren tropischer Pflanzen an das europäische Klima angelegt. Diese Grundidee ging zwar nicht so richtig auf, begründete aber trotzdem eine heute hochkarätige botanische Sammlung, die auch wissenschaftlich betreut wird.
Wir hatten bei unserem Besuch ebenfalls eine wissenschaftliche Betreuung. Da wir in Sachen Botanik ahnungslos sind, entschlossen wir uns für eine Führung mit Cristóbal. (naturmitcristobal.com)
Unglaublich, was man alles über Pflanzen wissen kann! Die zweistündige Führung war sehr kurzweilig.

Teneriffa: ein kleines Résümé

Freundlichkeit
Rückblickend empfinden wir die Gastfreundlichkeit der Tenifferos bemerkenswert. Nie fühlten wir uns irgendwie übervorteilt oder als lästige Touristen behandelt. Als ich dem Taxifahrer für die Tour von Taganana zum Forsthaus 20 Euro geben wollte, wehrte er sich vehement und gab mir 5 Euro zurück. Das war eben seiner Meinung nach unser geschätzter Anteil an der gemischt besetzten Tour – mehr wollte er nicht. An anderer Stelle sah ich echte Freude über ein etwas höheres Trinkgeld.

Leihwagen und Verkehr
Bei den Leihwagen gehen die Preise sehr auseinander. Doch wer nicht unbedingt ein neues Modell fahren will, wird auch hier mit fairen Preisen bedient. Mit dem Bus zu fahren, ist noch preiswerter und durchaus auch zur Erkundung der gesamten Insel geeignet.
Die meisten Einheimischen haben einen entspannten Fahrstil. Die gut ausgebauten Straßen tragen ebenfalls zu einem guten Leihwagen-Fahrgefühl bei. Allerdings blieb mir auf mancher Nebenstraße fast die Luft weg: extrem steil kann es da werden!

Insekten
Eine einzige Fliege hat uns ein paar Minuten lang auf dem Hotelbalkon belästigt. Ansonsten blieben wir vollkommen von irgendwelchen Insekten-Attacken verschont. Wie geht das? Schaffen das die vielen Eidechsen?

Loro-Park und Siam-Park
Haben wir nicht gemacht. Aber vielleicht beim nächsten Mal – denn wir wollen wieder nach Teneriffa!

Hier gibt es mehr Teneriffa: https://schaufoto.com/tag/teneriffa/

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